Social Media kommt immer häufiger zum Einsatz, wenn es um Recruiting 4.0 und Employer Branding geht. Was aber gehört dazu? Wo ist der Nutzen? Wie sind die Kosten? Lesen Sie die wichtigsten Antworten auf die grundlegenden Fragen!

Was ist eigentlich Social Media Recruiting?

Social Media Recruiting bezeichnet die Nutzung sozialer Medien und Netzwerke zur Gewinnung von neuen Mitarbeitern. Hierunter fallen sowohl die großen Netzwerke mit gemischtem – d.h. privatem und beruflichem – Hintergrund wie Facebook, Instagram, Twitter, YouTube und ähnliche, als auch die typischen Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn.

Für das Personalmarketing bieten diese Plattformen 3 grundsätzliche Einsatz-Möglichkeiten:

  • Darstellung und Positionierung des Unternehmens als Arbeitgeber (Employer Branding – stellenunabhängig)
  • Schaltung von Stellenausschreibungen
  • Aktive Ansprache von potenziellen Bewerbern (Active Sourcing)

Charmefaktor Social Media Recruiting

Der große Charme des Social Recruitings liegt darin, dass eine weitaus größere Gruppe möglicher Bewerber erreicht wird als bei anderen Methoden. Während in Online-Jobbörsen lediglich die aktiv suchenden Kandidaten recherchieren, liegt der Fokus in sozialen Netzwerken allgemein auf Business- und/oder privaten Themen. Damit erreichen Sie deutlich mehr Nutzer, die quasi im „Vorbeisurfen“ auf Ihr Unternehmen aufmerksam werden. Der direkte 1:1 Kontakt zu einem potenziellen Bewerber wird sehr leicht aufgebaut. Umgekehrt ermöglichen die sozialen Kanäle einem Bewerber, sehr einfach Kontakt zu Ihnen aufzunehmen und unmittelbar auf eine interessante Stellenanzeige zu reagieren.

Social Recruiting bietet dadurch zudem die Chance, Fragen zwischen dem suchenden Unternehmen (über einen Recruiter oder Fachvorgesetzten oder potenziellen Kollegen) und dem Bewerber schnell und unkompliziert zu klären. Genau diese persönliche Verbindung macht bei der immer schwieriger werdenden Personalbeschaffung einen entscheidenden Unterschied.

In gemischten Social Networks sind die Nutzer überwiegend zu Unterhaltungszwecken aktiv, während die Business-Netzwerke einen klaren beruflichen Fokus haben. In beiden Fällen gilt, dass Sie als Arbeitgeber zunächst die Aufmerksamkeit der potenziellen Kandidaten auf Sie bzw. auf Ihr Stelleninserat lenken müssen. Das funktioniert nicht nebenher. Hierfür benötigen Sie eine gezielte Social Media Strategie, die Sie im Rahmen des Personalmarketings durchdenken und konzipieren können. Das erfordert ein tiefgreifendes Know-How über die Beweggründe und Motivationstreiber von Menschen!

Gerade hierfür ist nicht zuletzt auch ein optimiertes Mobile Recruiting entscheidend, damit Interessenten entsprechend ihrer persönlichen Nutzergewohnheiten den Bewerbungsprozess von überall bequem durchlaufen können.

Ist Social Media Recruiting wichtig?

Social Media Recruiting über soziale Netzwerke sollte bereits heute ein fester Bestandteil in der Personalsuche sein. Die Generationen Y und Z sind digital hochgradig präsent und bewegen sich täglich in der Social Media Welt. Daher ist es für das Recruiting zielführend genau dort zu sein, wo die künftigen Mitarbeiter ebenfalls sind.

In vielen Unternehmen gerade im Bereich KMU ist Social Recruiting noch Neuland. Um den Anschluss nicht zu verpassen, ist insbesondere das Management dazu aufgefordert, sich rechtzeitig mit der Einführung auseinanderzusetzen.

Social Recruiting bedeutet hierbei nicht, die altbekannten Vorlagen nur in ein anderes Medium zu übertragen. Vielmehr geht es darum, die soziale Kommunikation kreativ und modern, unkonventionell und auffällig, zielgruppengerecht und überzeugend zu gestalten. Die heutige Technologie bietet dafür so viele Möglichkeiten wie noch nie zuvor.

Bei aller technologischer Euphorie ist es entscheidend, authentisch zu bleiben. Denn am Ende steht immer der Mensch. Mit authentischem Recruiting gewährleisten Sie die Glaubwürdigkeit Ihres Marketings und bauen gezielt Vertrauen auf. Damit positionieren Sie Ihre Firma überzeugend als attraktiven Arbeitgeber.

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Welche Zielgruppen werden durch Social Media Recruiting angesprochen?

Ob es sich nun um Schüler, Azubis, Trainees, Studenten, Young Professionals oder hoch qualifizierte Führungskräfte handelt: mittlerweile gibt es für alle Zielgruppen entsprechende Plattformen im Social Media Universum. Denn neben den großen bekannten Plattformen gibt es zahlreiche kleinere Netzwerke, die auf spezielle Berufsgruppen und Branchen spezialisiert sind. Überlegen Sie daher im Vorfeld genau, wen Sie suchen und in welchen sozialen Netzwerken genau diese Zielgruppen aktiv sind.

Social Media und Active Sourcing

Active Sourcing bezeichnet die direkte Ansprache passender Kandidaten durch einen Recruiter. Online geschieht dies primär in geschäftlichen Communities wie Xing und LinkedIn. Bei manchen Großunternehmen gehört diese Methode bereits zur normalen Strategie der Mitarbeitergewinnung und damit zum täglichen Handwerkszeug. Wichtig ist in jedem Fall die individuelle und persönliche Ansprache des einzelnen Menschen ohne dabei den Eindruck von Massennachrichten zu hinterlassen.

Welche Plattformen spielen im Social Media Recruiting eine Rolle?

  • Soziale Netzwerke mit Business-Fokus wie Xing und LinkedIn: Diese sind ideal, um ein Arbeitgeberprofil zu hinterlegen und Stellenanzeigen zu schalten. Ganz besonders eignen sich diese Plattformen jedoch für das Active Sourcing, da die meist umfangreichen Suchfunktionen eine gezielte Identifikation potenzieller Bewerber ermöglichen.
  • Spezialisierte Netzwerke wie Researchgate (Wissenschaftler), Stack Overflow (IT), StudiVZ (Studierende) und ähnliche: primär sind diese Netzwerke für den Austausch auf der fachlichen Ebene gedacht. Zunehmend werden sie auch für das Mitarbeiter Sourcing genutzt, um hier gezielt Spezialisten zu einem Wechsel des Arbeitgebers zu motivieren.
  • Facebook: Im dritten Quartal 2018 nutzten täglich fast 2 Milliarden Menschen das Netzwerk. Während viele User auf einer Website nur einige Sekunden aktiv sind, sind es bei Facebook mehrere Minuten täglich. Eine Facebook Seite der eigenen Firma ermöglicht es potenziellen Kandidaten, schnell und unkompliziert einen ersten Eindruck zu erhalten und Kontakt aufzunehmen.
  • YouTube: Bewegtbild ist zunehmend das Mittel der Wahl. Recruiting Videos sind ideal, um geeignete Kandidaten vom Unternehmen zu begeistern. Zudem können Sie die in YouTube eingestellten Videos in vielen anderen Social Media Kanälen teilen und verbreiten.
  • Twitter: Der Kurznachrichtendienst Twitter eignet sich im Recruiting primär dafür, um Interessierte kurz und knapp über offene Stellen und Ihr Unternehmen zu informieren. Twitter verhilft Ihnen darüber hinaus zu einem höheren Traffic auf der Karriere-Website, was sich auch aus SEO-relevanten Gründen positiv auswirkt.
  • Instagram: Der Onlinedienst überzeugt durch das Teilen von Bild und Video. Relevanter und anziehender Content wird durch eine entsprechende Fangemeinde belohnt. Durch die Verbindung zu Facebook werden Instagram Posts (bei entsprechender Einstellung) auch direkt in Facebook veröffentlicht.

Welche Möglichkeiten eröffnet Social Media Recruiting?

Die Studie Recruiting Trends 2018 des Centre of Human Resources Information Systems, kurz CHRIS genannt, hat in Zusammenarbeit mit Monster Worldwide Deutschland herausgefunden, dass 72,6 Prozent der Kandidaten in Business-Communities wie Xing oder LinkedIn vertreten sind. Auch wenn es bei dieser Studie vor allem um die Top-1000-Unternehmen ging, so verdeutlicht sie dennoch die zunehmende Relevanz dieser Kanäle für die Rekrutierung.

Der Dreiklang aus Arbeitgebermarke, Stellenanzeigen und aktiver Ansprache kann über Social Media optimal abgebildet werden, so dass sich das Employer Branding konsistent durch alle Aktivitäten und jeglichen Content ziehen kann. Dazu gehört auch, dass sich die eigenen Mitarbeiter überzeugend und passend zum Unternehmen in ihren Profilen darstellen. Je nach Zielgruppe sollten verschiedene Maßnahmen konzipiert werden, die genau die jeweiligen Wunschkandidaten ansprechen und begeistern. Beispielsweise liefern Mitarbeiter im täglichen Arbeitsumfeld relevante Informationen über das Unternehmen und die Aufgaben, die gerne im Netz geteilt werden.

Denken Sie bei der Online-Rekrutierung immer daran, dass auch via Smartphone ein einfacher Zugang zu Ihnen möglich sein muss.

Social Recruiting und Kosten?

Viele Features innerhalb der verschiedenen Social Media Kanäle sind kostenfrei. Doch natürlich haben auch diese Anbieter den lukrativen Markt „Recruiting“ entdeckt. Spezielle Recruiter Profile, die erweiterte Möglichkeiten für den Nutzer beinhalten, sind nur gegen entsprechende Bezahlung erhältlich. Über bezahlte Werbeanzeigen wie beispielsweise in Facebook, LinkedIn oder Twitter kann die gewünschte Zielgruppe hinsichtlich Alter, Interessen und Wohnort sehr gut eingegrenzt und adressiert werden.

Social Media Recruiting und E-Recruiting – was ist der Unterschied?

E-Recruiting bezeichnet die Unterstützung der Personalsuche durch elektronische Medien und Personalsysteme. Im Idealfall werden alle am Rekruitierungsprozess Beteiligten unterstützt (Quelle : Wikipedia). Eine entsprechende Bewerbermanagement Software macht den Prozess der Personalbeschaffung schneller, einfacher und transparenter. Bei der Auswahl der passenden Software sind nicht nur die internen Bedürfnisse zu klären, sondern vor allem die Akzeptanz auf Seiten der Bewerber. Je stringenter und einfacher der Prozess ist, umso mehr überzeugen Sie auch bei Ihren Bewerbern.

Unter die E-Recruiting Kanäle fallen daher sowohl die eigene Unternehmens-Webseite als auch die Online-Jobbörsen. Social Media ist somit ein weiterer Kanal innerhalb des Online-Recruitings.

Eine erwähnenswerte Besonderheit bildet die sogenannte One-Click-Bewerbung. Damit bewerben sich Bewerber direkt mit ihrem Karriere Netzwerk Profil aus LinkedIn oder Xing auf eine Stellenanzeige. Die dort bereits vorhandenen Daten werden mit einem Click übernommen. Da die Profile den relevanten beruflichen Inhalt zeigen, ist diese Methode eine schicke Lösung, um das Thema „Bewerben“ so anwenderfreundlich wie möglich zu gestalten.

Fazit

Der Einsatz von Social Media im Recruitment 4.0 ist keine Eintagsfliege, die bald verschwindet, sondern ist statt dessen state-of-the-art. Die Bedeutung wird weiter stark zunehmen. Die kostenfreien und auch die technologischen Möglichkeiten innerhalb der verschiedenen Social Media Plattformen sind enorm, und Sie sollten diese unbedingt nutzen! Methodisch am Puls der Zeit zu sein ist nicht zuletzt auch ein Zeichen eines attraktiven Arbeitgebers!

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