Alle reden von V.U.C.A. Übersetzt heisst das: unsere heutiges Leben ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. Die Folge ist Change … überall auf der Welt!

Was ist eigentlich Change?

Das neudeutsche Wort Change bedeutet Veränderung, Entwicklung, Anpassung und Wandel. Denn die Digitalisierung als primärer auslösender Faktor bewirkt, dass neue Technologien Einzug in unser tägliches Leben halten. Dementsprechend führen diese zu einer Veränderung im Verhalten. Dabei haben Geschwindigkeit und Umfang des modernen Wandels rasant zugenommen.

In den Unternehmen ist Change Management an der Tagesordnung – ein Veränderungsprozess jagt den nächsten. Diese Situation stellt das Management, die Führungskräfte und die Mitarbeiter vor große Herausforderungen. Denn ein Veränderungsprozess verändert auch die Strategie, die Organisation, die Struktur und den geplanten Weg von Unternehmen.

Sind wir Chancennutzer oder Chancenvermeider?

Als Kinder waren wir definitiv Chancennutzer! Das Wort Change Management war unbekannt. Wir brauchten es nicht. Jede Situation, in der es etwas zu entdecken gab, wurde genutzt – auch gegen einen möglichen Widerstand z.B. der Eltern. Wir wollten verändern und eigene Wege erkunden, wir wollten Natur und Technik ausprobieren. In dieser Phase haben wir auch regelmäßig das Gefühl für Zeit verloren. Demzufolge schien das Gefühl von Angst unbekannt.

Mit dem Älterwerden ändern sich jedoch bei den meisten Menschen die Gedanken zum Thema Wandel. Während unser Leben bis zum Alter von 30 Jahren noch sehr durch Veränderung geprägt ist (Suche nach dem richtigen Job im passenden Unternehmen, Suche nach dem richtigen Partner, Gründung einer Familie usw.), stellt sich mit der Zeit ein Zustand von „angekommen“ ein. Wer sich im Leben einiges aufgebaut hat, hat auch einiges zu verlieren.

Die Chance zur Veränderung wird nicht mehr so leicht ergriffen. Und unsere gesellschaftliche Kultur sieht Veränderung auch nicht mehr als förderlich an. Veränderungsprozesse in Unternehmen werden kritisch gesehen, private Veränderungsprozesse werden gerne hinaus gezögert. Lieber das bekannte Leid, als das unbekannte Glück.

Dennoch existiert mittlerweile eine Art zweite Change-Welle. Nach einer Trennung vom Partner erfolgt nicht selten die Suche nach einem neuen Partner und einem neuen Zuhause. Auch beruflich gehört die lebenslange Anstellung bei einem Unternehmen der Vergangenheit an. Trotz Angst vor Veränderung wird nicht mehr jede Situation akzeptiert. Gegenüber früher sind die Menschen irgendwann doch bereit, bestimmte Aspekte im Leben zu ändern. Oft ist dies eine Frage von persönlicher Ausbildung, dem privaten Umfeld und von Mut.

Schließlich sorgt auch unser heutiges Gesundheitssystem dafür, dass wir fitter und gesünder sind als je zuvor. Menschen ab dem Alter 50+ fragen sich, ob das nun alles gewesen sein soll und starten nochmals durch.

Warum fürchten Menschen Change?

Angst ist ein Gefühl. Angst ist sinnvoll und rettet unser Leben. Sie warnt uns vor Bedrohungen, bewirkt jedoch auch Verunsicherung in unbekannten Situationen.

In dem Moment, wo wir vor der Entscheidung stehen, etwas in unserem Leben zu verändern und einen anderen Weg einzuschlagen, kommt Angst ins Spiel. Denn wir fragen uns, welche Entscheidung die bessere ist oder ob wir in unserem Leben nicht besser alles so belassen wie es ist. Wir mögen, was wir kennen. Noch stärker wirkt die Angst, wenn Veränderung von außen passiert und wir über den Wandel nicht selbst entschieden haben. Eine klare Kommunikation von Seiten desjenigen, der den Wandel auslöst, ist ausschlaggebend, damit Angst nicht in Widerstand umschlägt.

Innere Motivation zur Veränderung

Veränderung basiert im wesentlichen auf zwei Faktoren: Liebe bzw. Leidenschaft auf der einen Seite oder Leid auf der anderen Seite. Alle Ursachen für einen Wandel können letztlich auf einen dieser beiden Punkte zurückgeführt werden. Denn wir verändern uns nur dann, wenn wir einen Sinn sehen und der Wandel im eigenen Leben eine Verbesserung bewirkt.

Wenn Veränderung nicht gelingt, dann war entweder die Leidenschaft oder das Leid nicht stark genug. Das beste Beispiel sind die berüchtigten Neujahrsvorsätze. Das „wishful thinking“ des Neujahrstages verpufft in der Regel sehr schnell. Nicht mehr rauchen, mehr Sport, gesünder leben und essen sind selten Themen, für die echte Begeisterung und Leidenschaft empfunden wird. Und wer aufgrund von Leid das Thema Veränderungen angeht, der wartet nicht auf das neue Jahr, sondern handelt sofort.

Dies bedeutet in der Konsequenz auch, dass von außen verursachter Change unsere persönliche Motivation treffen muss. Gerade in Unternehmen hat die Führungskraft und ein ggf. institutionalisierter Change Manager die Aufgabe, die Betroffenen zu Beteiligten zu machen und die Mitarbeiter abzuholen.

Welches Mindset hilft im Umgang mit Veränderung?

Change ist das neue „normal“! Um damit umzugehen, benötigen wir eine Transformation der inneren Haltung. Veränderungskompetenz ist die neue Schlüsselkompetenz für beruflichen und privaten Erfolg.

Was bedeutet das?

Change Kompetenz ist die Fähigkeit, äußere Veränderungen positiv anzunehmen und selbstgewollte Veränderungen erfolgreich umzusetzen. Wie gelingt es uns aber, unser Mind-Set so zu ändern?

Change Kompetenz ist nichts, was sich von heute auf morgen aneignen läßt. Verschiedene Fähigkeiten helfen dabei, diese Kompetenz aufzubauen und auch zu trainieren. Das sind u.a. Mut, Kreativität, Klarheit, Entschlossenheit, Selbstbewußtheit und auch persönliche Verpflichtung.

Mut bedeutet, sich zu wagen und sich auf mit Unsicherheit verbundene neue Wege zu begeben. Kreativität führt dazu, neue Ideen zu entwickeln und den Wandel bewusst zu begleiten. Verpflichtung (Commitment) bewirkt ein hohes Engagement. Selbstbewußtheit bewirkt, dass wir unsere eigenen Werte, Gedanken, Gefühle und Glaubenssätze klar erkennen und wahrnehmen. Unsere Haltung passiert nicht einfach so, wir können sie bewusst verändern und ein Mind-Set schaffen, dass uns im Leben positiv unterstützt.

Change in Unternehmen

In vielen Unternehmen ist Change Management bereits seit Jahren etabliert. Hierbei ging es bislang darum, den jeweiligen Change-Prozess durch ein entsprechendes Projekt erfolgreich zu steuern. Gerade die Führungskraft ist in der heutigen Zeit gefordert, durch zielführende Kommunikation den Mitarbeitern einen klaren Weg und ein mit Sinn gefülltes Ziel aufzuzeigen. Erst, wenn es dem Management gelingt, die beteiligten Menschen emotional mitzunehmen und ihnen eine klare Orientierung im Veränderungsprozess zu geben, erst dann wird der initiierte Veränderungsprozess auch erfolgreich verlaufen. Im anderen Fall sind die Probleme und Konflikte vorprogrammiert und der Veränderungsprozess scheitert am Widerstand der Mitarbeiter.

Gerade weil Change bei Mitarbeitern zunächst meist Angst auslöst, ist es wichtig, die betroffenen Menschen in ihren Gedanken und Gefühlen wahrzunehmen. Denn egal ob die Veränderung aus einer Krise oder aus dem Streben nach Fortschritt resultiert: wir Menschen wollen zwar Veränderung, aber wir verändern uns selbst nur ungerne. Jede Führungskraft muss das berücksichtigen. Die gewünschte Veränderung wird nur dann erreicht, wenn das gesamte Team die Änderung aktiv und gezielt gestalten kann. Dafür müssen die Rahmenbedingungen und das Ziel eindeutig und klar gegenüber den Mitarbeitern kommuniziert sein und mit allen relevanten Informationen unterlegt sein.

Doch das reicht noch nicht aus. De facto impliziert die Existenz eines Change Managements und dazu korrespondierender Change-Projekte, dass Veränderung ein vorübergehender Prozeß ist. Denn ein Projekt hat einen Anfang und ein Ende. Dies greift mittlerweile allerdings zu kurz. Change ist in unserer Welt so schnell und dauerhaft geworden, dass jeder einzelne Mitarbeiter und jeder Mensch eigene Veränderungskompetenz aufbauen sollte. Diese ist zwingend notwendig, um Schritt zu halten mit dem aktuellen Wandel. Gerade die digitalen Aspekte ändern sich so schnell – und zwar auf einer globalen Ebene -, dass das eigene Wissen und die persönliche Fähigkeit zu lernen, entscheidend ist für persönlichen Erfolg in der Gegenwart und in der Zukunft.

Change – Ausnahme oder Regel?

Change Management ist out. Denn Change ist keine Ausnahme mehr. Change ist auch nicht mehr auf einen Zeitraum fixiert mit Anfang und Ende! Change ist der Normalzustand – der Alltag – ob wir das nun mögen oder nicht. Persönliche Veränderungen, volkswirtschaftlicher und unternehmerischer Wandel sind Dauerbegleiter unseres Lebens.

Wir haben die Wahl! Wir können in Schrecken und Widerstand verharren und das Schlimmste befürchten. Oder wir können die Veränderung positiv annehmen und davon ausgehen, dass sie großartig wird.

Vom britischen Naturforscher Charles Darwin ist der folgende Spruch weltbekannt:
„Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern eher diejenige, die am ehesten bereit ist, sich zu verändern!“

Eines ist sicher: die Geschwindigkeit und die Menge an „Change“ werden weiterhin zunehmen. Schlau ist derjenige, der seine eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen mit Strategie entwickelt. Know-how Aufbau und permanentes lernen sind eine Herausforderung, denn sie verändern den persönlichen Horizont. Dran bleiben und Unlust überwinden bedeutet Arbeit, und das ist konträr zur lieb gewonnenen Komfortzone. Soft Skill Kompetenzen entstehen jedoch vor allem durch bewusste Erfahrung, durch Handeln und durch Umsetzung.

Entscheiden Sie, ob Sie den Wandel einfach nur geschehen lassen, oder ob Sie Change als konstanten Partner in Ihrem Leben sehen wollen. Schaffen Sie Zeit, Raum und Platz für diese Aufgabe und sie werden feststellen, dass Change vor allem eines bedeutet: Chance!

Erfahren Sie mehr in meinem Vortrag: Mach mal Change! 

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