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Wenn Du in der heutigen digitalen Arbeitswelt Mitarbeiter suchst, dann hast Du eine strategisch unverzichtbare Rolle im Unternehmen. Denn Mitarbeiter sind der Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg! Und Recruiter 4.0 ist weit mehr als ein Modewort. Deine Aufgabe ist es, die Herausforderungen aus Digitalisierung, Fachkräftemangel und demografischem Wandel in das Recruiting zu transformieren. Von Deiner Fähigkeit, geeignete Bewerber zu finden und zu begeistern, hängt das Wachstum und die Existenz Deines Unternehmens ab! Damit übernimmst Du eine hohe Verantwortung, was Dich zu einem Schlüssel-Mitarbeiter im Bereich Personal macht! Dieser Aufgabe solltest Du Dir mit stolzem Selbstverständnis bewusst sein!

Was bedeutet das nun konkret für den Bereich Human Resources, für Führungskräfte und für Dich als Inhouse Recruiter? Und über welche Kompetenzen solltest Du in Deinem Job als Recruiter verfügen, wenn Du die besten Kandidaten erreichen willst?

Die folgenden 5 Fähigkeiten machen Dich in Deiner Rolle als Recruiter 4.0 unschlagbar und bringen Deinen gesamten Recruiting-Prozess in Fahrt!

1 Zielgruppen-Kompetenz für den Recruiter

Die offenen Stellen sind besonders in einem größeren Unternehmen sehr vielfältig: Auszubildende, Softwareentwickler, Fahrer, Marketing Manager, Buchhalter, Vertriebsleiter usw. Wenn Du alle diese Bewerber auf die gleiche Art und Weise ansprechen und begeistern willst, dann wirst Du scheitern! Für eine zielgenaue Talent Acquisition brauchst Du Zielgruppen!

Durch die Bildung von Zielgruppen erfährst Du als Recruiter genau, was für den jeweiligen Mitarbeiter in seiner beruflichen Rolle bedeutsam ist, was ihn begeistert und in welchen Medien er sich bewegt.

Dieses Wissen nutzt Du dann im gesamten Prozess der Personalbeschaffung – angefangen bei Stellenanzeigen über den Suchkanal bis hin zum persönlichen Gespräch. Auch wenn Du im Bereich Personal die Methode des Active Sourcing (d.h. die aktive Ansprache von potenziell passenden Mitarbeitern bei anderen Unternehmen) betreibst, benötigst Du eine zielgruppengerechte Kontaktaufnahme, um Kandidaten neugierig zu machen.

Was genau braucht die Zielgruppe?

Vor kurzem hat einer meiner Kunden aus dem Recruiting einen Software Entwickler gesucht. Da der Recruiter wusste, dass im Unternehmen hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden, hat er das genauso in seinem Ansprache Text für das Active Sourcing formuliert. Doch die Resonanz war mager. Ich habe ihm u.a. empfohlen, die Weiterbildung zu konkretisieren. Daraufhin hat er im Text erklärt, dass im Unternehmen die Möglichkeit für eine Scrum Developer Zertifizierung und für den Scrum Master besteht. Die Antwortquote hat sich als Folge vervierfacht! Talente wollen, dass ihr Talent erkannt und wertgeschätzt wird!

Mein Tipp 1: Lass Dir als Recruiter von Deinem anfordernden Bereich genau erklären, was der neue Mitarbeiter tun soll und was ihn antreibt. Am besten „hospitierst“ Du für einen Tag! Dein Verständnis für Deinen internen Kunden erleichtert Dir Deinen Job im Recruiting ungemein!

2 Vertriebs- und Marketing-Wissen für den Recruiter

Als Recruiter 4.0 brauchst Du Vertriebs- und Marketing Know How – insbesondere für die Themen Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting-Events und Stellenanzeigen. Achte darauf, dass Du in der Kommunikation nach außen nicht nur nüchterne Fakten vermittelst. Zu Deiner Arbeit im Recruiting gehört es, die Informationen über Karrieremöglichkeiten zielgruppengerecht und emotional zu „verpacken“, damit potenzielle Bewerber sich sofort angesprochen fühlen. Was „attraktiv“ an einem Job ist, das ist immer eine subjektive Einschätzung des Bewerbers. Daher spielt auch hier die Zielgruppe wieder eine enorme Rolle.

Dabei gleicht die Besetzung einer offenen Position dem Vertrieb eines Produktes. Der Nutzen ist ausschlaggebend. Das Auflisten von Anforderungen und einzelnen Tätigkeiten des Jobs reicht bei weitem nicht aus, um Bewerber magisch anzuziehen. Das „Warum“ ist die zentrale Frage schlechthin. Jeder potenzielle neue Mitarbeiter möchte von Dir wissen, warum er gerade bei Dir im Unternehmen arbeiten soll. Was macht speziell Dich so besonders für ihn? „What’s in it for me?“

Was genau ist das Warum?

Dieses Warum war vor 2 Jahren ausschlaggebend für mich, um Vorträge und Trainings anzubieten. Damals saß ich als Personalberaterin mit einem Bewerber zu einem ersten Gespräch bei einem Kunden. „Mein Name ist Peter Schmitz, und ich bin seit 12 Jahren hier im Personalbereich für die Vertriebspositionen verantwortlich“, so präsentierte sich der HR-Kollege. Mein Bewerber war ein junger Mann im Alter von 30 Jahren. Er war sichtbar beeindruckt. „Wow!“, sagte er. „Das ist ja eine lange Zeit! Warum machen Sie das denn schon so lange?“

Während ich mich innerlich über die geniale Frage freute, bemerkte ich, wie mein Gegenüber blass wurde. „Das ist eine interessante Frage!“ war die erste Antwort. Es folgte dann nur noch ein „wir haben hier immer so spannende Projekte“. Nach dem Termin erklärte mir der Kollege seinen Ausfall: „Ich liebe meine Arbeit! Aber auf solch eine Frage war ich gar nicht vorbereitet. Und wenn ich ehrlich bin … darüber habe ich mir schon länger keine Gedanken mehr gemacht!“

Mein Tipp 2: Frage Dich sich selbst einmal, warum Du als Recruiter für DeinUnternehmen arbeitest. Was ist Dein persönliches „Warum“? Über Dein Warum kannst Sie in telefonischen Interviews, in Videointerviews oder im persönlichen Gespräch proaktiv erzählen. Zusätzlich wirst Du dadurch neugierig auf die Warums Deiner potenziellen Kandidaten! Warum sollte ein Bewerber für die Position, die Du gerade suchst, bei Dir arbeiten wollen? Was macht Dich attraktiv für ihn? Und was kannst Du deshalb anbieten?

3 Digital Know How für den Recruiter

Unsere Welt ist digital und die Digitalisierung wird weiter zunehmen. Für die Generationen Y, Z und A ist das völlig normal. Wenn Du als Recruiter einen Mitarbeiter aus dieser Generation suchst, benötigst Du unbedingt digitales Know-How. Du solltest das mediale Verhalten Deiner potenziellen Kandidaten und Zielgruppen kennen und einordnen können.

Was ist typisch für den gesuchten Mitarbeiter?

Anfang des Jahres habe ich in einer Zeitung die Anzeige eines Handwerksbetriebes gesehen. Gesucht wurden Auszubildende. Im Text stand: wir brauchen keinen langen Lebenslauf. Schick einfach eine Whatsapp an … und wir melden uns bei Dir! Nun wirst Du vielleicht sagen, das ist ja eine gute Idee, aber die potenziellen Azubis lesen doch nicht die Zeitung. Stimmt! Aber die Eltern lesen die Zeitung, und bei Auszubildenden helfen oftmals die Eltern bei der Suche nach dem ersten Job mit!

Mein Tipp 3: Bleibe auf dem laufenden, welche digitalen Kanäle Deine Zielgruppen nutzen. Suche Dir alle 2 Monate ein anderes digitales Medium und setze Dich damit auseinander! Bleibe am Puls der Zeit und erweitere permanent Deine Erfahrung. Das Recruiting von heute besteht aus einem Mix aus digitalen und realen Recruiting-Kanälen. Der Erfolg ist letztlich das, was zählt.

4 Analyse Kompetenz für den Recruiter

Auch wenn Dundieses Thema möglicherweise nicht wirklich liebst: als moderner Recruiter 4.0 brauchst Du Analyse Kompetenz. Die Ergebnismessung ist für Deine Arbeit im HR Recruiting enorm wichtig, damit Du bewerten kannst, welche Deiner Maßnahmen erfolgreich sind, an welchen Stellen Du verändern musst und wo Dinge nicht funktionieren!

Was sagen mir die Zahlen?

Nachdem einer meiner Kunden im letzten Jahr begonnen hat, erste Kennzahlen zu definieren, konnte der Recruiter an den Zahlen konkret sehen, was er gefühlt bereits ahnte. Eine bestimmte Online-Jobbörse hatte nur Kosten, jedoch keine Bewerbungen produziert. Daraufhin hat er den Vertrag gekündigt.

Mein Tipp 4: Fange klein an und definiere 4 einfache Kennzahlen, die Du dann über 6 Monate genau verfolgst: Time to hire, Anzahl Bewerber pro Stellenausschreibung, Einstellungen je Suchkanal, Kosten externer Maßnahmen je Stellenausschreibung! Diese Zahlen sind nicht komplex. Ich verspreche Dir: nach 6 Monaten hast Du Appetit, weitere KPIs zu definieren bzw. genau zu hinterfragen, welche Zahlen Du dauerhaft übernehmen willst, um Deiner Aufgabe als Recruiter noch erfolgreicher zu gestalten.

Wenn Du mehr zu KPIs wissen willst, dann lies einfach diesen Blog-Artikel von mir: KPIs im Recruiting!

5 Kreative Kompetenz für den Recruiter

Unsere Zeit ist schnell und dynamisch. Dynamische Marktveränderungen benötigen dynamisches Handeln. Als Recruiter 4.0 ist es Deine Aufgabe, kreative und moderne Ideen und Lösungen zu entwickeln und auszuprobieren. Viele Unternehmen erhalten nämlich gerade deshalb zu wenig Bewerbungen, weil sie nicht bekannt und sichtbar genug sind. Ein durchdachtes Personalmarketing kann maßgeblich die Bekanntheit des eigenen Unternehmens erhöhen. Dazu gehört die Präsenz in Business Netzwerken wie Xing und LinkedIn oder der Auftritt in Social Media Kanälen genauso wie die Sichtbarkeit auf Messen, Kongressen, Hochschulen und mehr.

Die Möglichkeiten, sichtbar zu werden, sind in der heutigen Zeit größer als je zuvor. Wichtig für Dich ist: je mehr digital wird, desto mehr wird auch das reale Erleben an Bedeutung gewinnen! Setze Deine Kreativität deshalb digital und real ein.

Wie erreiche ich die Zielgruppe?

Vor einigen Wochen bin ich im Auto zu einem Vortrag gefahren und stand wieder einmal im Stau. Vor mir war ein LKW. Auf der mir zugewandten Rückseite war ein Bild mit einem LKW-Fahrer, der einen kleinen Jungen auf dem Arm hielt. Über dem Jungen war eine Sprechblase: „Mein Papa ist jeden Abend zuhause!“ Unter dem Bild von Vater und Sohn stand der Text „Werde Kraftfahrer bei …“. Wie genial! Die Stellensuche direkt am „Arbeitsplatz“ von anderen Fahrern, angesprochen wird ein hoher Nutzen, den gerade dieses Unternehmen im Vergleich zu anderen bietet und das Ganze unübersehbar auf die LKWs gedruckt!

Mein Tipp 5: „Spinne“ einmal! Probiere aus! Bedrucke die KFZ-Flotte! Wenn Du Hochschulabsolventen suchst, sprich mit der Universität und bedrucke die Pappbecher in der Mensa! Es gibt kein richtig oder falsch!

Mein Round-Up Tipp

Unsere Welt ist komplex geworden. Damit erzähle ich Dirnichts Neues. Die Fülle an Möglichkeiten und Informationen scheint uns manchmal zu erschlagen. Dennoch liefert gerade diese Fülle Dir Chancen, von denen Du bisher nur träumen konntest. Die Grenzen für Dein Handeln bestimmst Du selbst! Deshalb: einfach mal machen, einfach mal sich trauen!

Nimm meine 5 Tipps und fang an!

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Und wenn Du gar nicht weiterkommst, dann such Dir einen Coach / Mentor / Sparringspartner, der Dir die Unsicherheit nimmt und der an Deiner Seite ist. Sprich mich gerne an!

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