Der Begriff „Avatar“ ist vielen Menschen seit dem gleichnamigen Fantasy-Film aus dem Jahr 2009 bestens bekannt. Ebenso ist der Begriff „Persona“ bekannt – vorwiegend bei Frauen als Verhütungsmethode.

Was hat das nun mit Recruiting zu tun? Und wieso geistern diese Begriffe durch die Welt der Personalsuchenden?

Im Marketing ist das Persona-Konzept schon länger bekannt. Typische Nutzer oder Kunden werden wie reale Personen beschrieben – Peter Schmitz mit Job und Hobbies oder Marie Müller mit Interessen und Vorlieben.

Befragen wir den Duden:

Die Persona

1. in der Öffentlichkeit zur Schau getragenes, selbst inszeniertes Bild der eigenen Persönlichkeit; Rolle;
2. virtuelle Kunstfigur; künstlich geschaffene Identität im Internet

Der Avatar

1. grafische Darstellung, Animation, Karikatur o. Ä. als Verkörperung des Benutzers im Cyberspace
2. virtuelle Kunstfigur im Cyberspace“

Damit sind wir sehr nahe am Sinn dieses Konzeptes für die Personalsuche:
Es geht darum, eine fiktive Person zu kreieren, die stellvertretend für die Zielgruppe steht! Dabei sind die gesuchten Bewerber nicht eine Gesamtmasse als eine Zielgruppe, sondern der Markt der Bewerber wird aufgeteilt in typische Personas.

Bsp: ein Auszubildender zum Fachinformatiker benötigt eine andere Persona / einen anderen Avatar als ein Leiter Controlling oder als ein Marketing Manager oder als ein Vertriebsmanager.

Die Bildung von Avataren bzw. Personas zwingt Sie dazu, sich detailliert mit dem möglichen Bewerber auseinanderzusetzen. Demografische Daten, Ausbildungshintergrund, Werdegang, Vorlieben, Ziele, Hobbies, persönliche Stärken, Herausforderungen, Anreizsysteme, fachliche Präferenzen usw. Das Spektrum reicht bis zu Fragen wie und wo er/sie sich informiert über das Tagesgeschehen und offene Positionen, wo und wie er/sie nach Unternehmensinfos und Stellenanzeigen sucht oder auch wer Einfluss auf die Entscheidung der Persona hat usw.

Beschreiben Sie den Avatar so präzise wie möglich! Versehen Sie ihn/sie mit einem Bild und geben Sie ihm/ihr einen Namen! Der Auszubildende hat einen eigenen Namen, ein eigenes Bild, einen eigenen Avatar genauso wie der Leiter Controlling und der Marketing Manager! Dieser Name erleichtert die Kommunikation mit Kollegen und Mitarbeitern.

Wenn Sie eine so genaue Vorstellung von den Bewerbern haben, die Sie suchen, dann können Sie anschließend Ihre Personalmarketingmaßnahmen, Ihre Suchstrategien und Ihre Kommunikation sehr genau auf Ihre Zielgruppe zuschneiden! Und damit haben Sie schon die besten Argumente in der Hand, um Bewerber zu überzeugen und zu begeistern!

Deshalb legen Sie am besten sofort los!

Wie schaut es bei Ihnen aus? Haben Sie auch eine „Sybille Schmitz“ als Bewerberpersona?